Härdöpfeltätschli (Reibekuchen, Kartoffelpuffer, Reiberdatschi)
Ueli Ammann
•
Vegetarisch
4
Normal
00:35
Zutaten
- 1 kg Kartoffeln
- 2 Stk Eier
- 2 Stk Zwiebeln
- 2 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Pr Muskat
- 1 nach Belieben Bratöl
Zubereitung
- Kartoffeln abwaschen, schälen und mit der zweitfeinsten Reibe in eine große Schüssel reiben.
- Die Zwiebeln schälen und mit derselben Reibe zu den Kartoffeln reiben.
- Die geriebene Masse in ein feines Sieb auf einer zweiten Schüssel geben, damit das Kartoffelwasser abfließen und so gesammelt werden kann. Ein paar Mal mit einem Kochlöffel oder der flachen Hand die Masse kräftig ausdrücken, damit noch mehr Wasser entweicht. Die geriebenen Kartoffeln in die erste Schüssel zurückgeben. Das Kartoffelwasser (Abriebwasser) zur Seite stellen.
- Die Kartoffel-Zwiebelmasse mit den Eiern vermengen. Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft dazugeben.
- Das Abriebwasser vorsichtig abgießen und die am Boden abgesetzte Kartoffelstärke mit der Kartoffelpuffermasse vermischen.
- In einer großen Pfanne auf hoher Stufe reichlich Pflanzenöl erhitzen (der Boden sollte damit bedeckt sein). Mit einem Esslöffel die Kartoffelpuffermasse direkt in die Pfanne portionieren und mit dem Löffel auf etwa ½-1cm dick plattdrücken. Damit werden die Puffer ca. 5-10cm im Durchmesser. Die Hitze dann etwas reduzieren.
- Nach 6-8 Min. haben die Puffer genügend Stabilität: wenden und die andere Seite ebenfalls 6-8 Min. braten. Die Kartoffelpuffer nach Belieben auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen.
TIPP
Bis zur letzten Bratrunde können die fertig gebratenen Puffer im auf 100°C vorgeheizten Backofen auf einem Teller, einer Gratinplatte oder einem mit Backpapier belegten Blech warmgehalten werden.
Variante
- Dem Teig kann auch etwas gekochtes, fein geschnittenes Gemüse (Rüebli, Erbsen usw.) beigegeben werden.
- Für Flexitarier können fein geschnittene Speckwürfeli beigegeben werden.
Kommentar
Kartoffelpuffer selber machen ist einfacher als du denkst. Und jede Region hat ihren eigenen schönen Namen wie Reibekuchen, Klitscher oder Reiberdatschi. Gemein haben alle die Hauptzutat geriebene Kartoffeln und die Tatsache, dass die perfekten Kartoffelpuffer innen weich und außen knusprig sind. So wie bei Omas Kartoffelpufferrezept.
- Die Puffer-Masse wird aus wenigen Zutaten hergestellt, die man das ganze Jahr ohne Probleme in jedem Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt bekommt.
- Zwiebeln, ungekochte Kartoffeln und Eier sind die Hauptzutaten für Omas Kartoffelpuffer.
- Die Kartoffel-Zwiebel-Masse wird mit wenigen natürlichen Gewürzen raffiniert verfeinert.
- Die Puffer kann man sowohl herzhaft als auch süß, zum Beispiel mit Apfelmus genießen.
- Die fertigen Puffer schmecken auch kalt noch lecker und können praktischerweise wieder aufgewärmt werden.
Tipps
- Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind perfekt für Omas Kartoffelpuffer.
- Möglichst grosse Bratpfanne mit sehr guter Antihaftbeschichtung verwenden.
- Ein guter Pfannenwender ist hilfreich.
- Kartoffeln fein schneiden ist keine Lösung! Verwende eine Küchenreibe (zweitfeinste Fläche) oder die Küchenmaschine mit Aufsatz.
- Kartoffelflüssigkeit ausdrücken: Die geriebenen Kartoffeln in ein Sieb auf einer Schüssel geben, um die Flüssigkeit einzufangen. Dies ist einfacher als ein Geschirrtuch und die Stärke bleibt auch nicht im Tuch zurück. Die Kartoffelstärke ist ein natürliches Bindemittel und verleiht den Reibekuchen Stabilität beim Formen und Braten. Sie ist auch wichtig für die Knusprigkeit. Um noch mehr Flüssigkeit aus den Kartoffeln zu bekommen, können die geriebenen Kartoffeln fest mit einem Kochlöffel oder der Faust ausgedrückt werden.
- Geschälte, geriebene Kartoffeln werden schnell braun. Der Zitronensaft verzögert diesen Oxydationsvorgang. Trotzdem sollte der fertige Teig zügig verwendet werden.
Serviervorschläge
- Kartoffelpuffer mit Apfelmus: So liebte ich die Puffer schon bei meiner Oma. Kartoffelpuffer mit Apfelmus sind eines meiner Leibgerichte. Wenn du süße Beigaben magst, kannst du auch Kompott dazu essen, Pflaume oder Mirabelle. Das ist eher ungewöhnlich, passt aber auch gut.
- Kartoffelpuffer mit Lachs: Ich bin leider die Einzige am Familientisch, die Reibkuchen mit Süßem kombiniert. Für meinen Mann zum Beispiel ist Räucherlachs mit Sahne-Meerrettich absolute Pflicht zu Kartoffelpuffer. Das kann ich nur empfehlen. Eine kleine Garnitur oder eine große Schüssel mit grünem Blattsalat macht sich nicht nur optisch gut, sondern ist auch sehr lecker.
- Kartoffelpuffer mit Quark: Wenn du statt Lachs eine salzige vegetarische Beigabe vorziehst, dann passt auch Kräuterquark gut zu Kartoffelpuffer. Wenn es würziger sein soll, kann ich dir auch griechisches Tsatsiki mit Knoblauch und frischer Gurke zu Reibekuchen empfehlen.
Aufbewahrung
- Die fertig gebratenen Reibekuchen können problemlos (gut verschlossen oder mit Folie abgedeckt) zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Einfrieren: Am besten einzeln auf einem Teller anfrieren und dann in einen Behälter oder Beutel geben.
- Auch rohe, vorgeformte Reibekuchen können einzeln auf einem Teller (damit die Masse nicht zusammenklebt) eingefroren werden.
- Vorgebackene/eingefrorene Puffer bei geringer Hitze langsam, aber stetig erhitzen. Nur einmal wenden.